Schock. Als ich gestern in unserem Schuppen beiläufig unsere Sprayhood und Kuchenbude etwas anders hinlegen wollte, machte ich eine schreckliche Entdeckung. Ein Loch...nein, einige ausgefranste, hässliche Krater im schönen, teueren Material! Die kläglichen Überreste und ein paar Blätter und Krümel darum verstreut. Hier hat eine Maus die hundert Euro Stiefel angezogen und mit ihren Nagezähnen einen Rundumschlag gemacht. Grässlich. Die Bestandsaufnahme seht ihr auf den Fotos. Glück im Unglück - unsere Kuchenbude wurde zumindest verschont. Trotzdem ist die Todo-Liste nun um ein überflüssiges Projekt reicher und ich werde reichlich Lehrgeld dafür bezahlen. Nie wieder Textilien, Polster oder ähnliches im Schuppen lagern. Zwei Mausefallen habe ich trotzdem gekauft...
Samstag, 16. März 2013
Samstag, 23. Februar 2013
Schneespaziergang an Deck
Heute haben wir endlich mal geschafft einen kleinen Ausflug nach Rostock zum Schiff zu machen. Auf dem Weg dorthin noch schnell einen Jollenkreuzer besichtigt. Keine Angst...ist für einen Freund von mir, der gerade mit dem Segeln startet und etwas für den Schweriner See sucht. Als wir an unserem Schiff ankommen, bläst uns ein steifer Wind eisig ins Gesicht. An Deck müsste man fast die Schneeschaufel schwingen. Noch deutet nichts auf die bevorstehende Saison hin. Unter Deck ist alles in Ordnung und so können wir beruhigt unseren Rostock-Ausflug fortsetzen. Beim nächsten Mal sind hoffentlich mindestens 10 Grad mehr und ein paar Sonnenstrahlen zur Motivation. Frühling, Du kannst jetzt rauskommen...
Sonntag, 17. Februar 2013
Wasserstandsmeldung
Mann, dieser Winter dauert gefühlt schon ewig. Und dieses auf und ab mit dem Wetter macht mich verrückt. Kalt - warm, Schnee - Matsch und Sonne gibt's nur in zehnminütiger Dosierung. Gut, dass auf dem Kalender bald schon März steht und damit der Klang von grünen Knospen und bunten Blüten mitschwingt. Höchste Zeit, wieder Geld und Zeit ins Boot zu stecken, damit die Saison rechtzeitig beginnen kann. Die Wunschliste für den Bootsausrüster steht und auch von Bord gibt's schon eine "Wasserstandsmeldung". Eigentlich wollte ich nur unseren Trinkwassertank überprüfen und abdichten lassen aber wenn man erstmal etwas "rausreißt", dann offenbart sich meist erst die komplette Baustelle. Fazit: Der alte Alutank hat es hinter sich und wenn man das Innere betrachtet, dann sind wir froh, unser Trinkwasser in der Vergangenheit schon aus Plastikflaschen zu uns genommen zu haben... Naja, ein paar hundert Euro später glänzt nun jedenfalls ein V4A Tank im Vorschiff und wird sich hoffentlich bald bezahlt machen. Die Sommerflottille mit der Yuendumu-Crew ist jedenfalls avisiert und nun steht zwischen uns und der Saison 2013 nur noch der scheidende Winter, Antifouling, Poliermittel und jede Menge Logistik und Schrubberei. Gehen wir es an...
Montag, 12. November 2012
Hoch und trocken
Mitte November, 6 Wochen bis Weihnachten und die ersten Frostnächte waren auch schon da. Höchste Zeit, die passive Zeit der Segelsaison in Angriff zu nehmen. Mit der letzten Aktion des Jahres. Überführungsfahrt ins Winterlager. Ein regenfreier Montag mit guten 8 Grad macht es etwas leichter, auch wenn der graue Hochnebel tief hängt und die Luft feucht ist. Auf der Ostsee bläst es böig und in die Hafeneinfahrt von Warnemünde schieben ordentliche Wellen. Ein letztes Mal durchschaukeln und dann geht es ruhig die Warnow hinauf. Die Kälte kriecht zwischen Ölzeug und Fleece, der Diesel nagelt. Dann geht alles recht schnell. Auskranen, Unterwasserschiff mit dem Hochdruckreiniger säubern und Motor einwintern. Ein Traktor zieht die Carpe Diem zum Stellplatz, Endstation für die nächsten Monate. Nun noch den Rumpf am Wasserpass schrubben...und räumen, packen, einladen. Kurz vor dem Dunkelwerden ist dann alles bereit für den Winter und ab geht's auf die Autobahn in Richtung Süden...;-) ...zumindest bis nach Hause. Von mir aus kann der Winter kommen.
Montag, 22. Oktober 2012
Abgetakelt im Nebel
Dicker Nebel. Nach dem spätsommerlich sonnigen Samstag mit T-Shirt Wetter nun dicke Suppe. So starte ich am Sonntag nach Rostock zum Schiff. Fast zwei Monate waren wir nicht da und nun steht das Saisonende unmittelbar vor der Tür. Arbeitseinsatz. Zwar kann man nicht von einem Warnowufer zum anderen gucken, aber dafür ist es windstill als ich an Bord steige. Stauräume und Schränke werden geleert und Beutel und Kisten füllen sich mit Lebensmitteln, Klamotten, Büchern und Bettzeug. Alle Jahre wieder. Die Segel abschlagen und zusammenlegen sowie Schlauchboot verstauen und Schoten aufschießen. So vergeht der Tag und schließlich belade ich jeden Kubikzentimeter im Auto. Tatsächlich passt fast alles rein und kurz nach Vier geht's wieder heimwärts. Um dann zuhause wieder alles auszuladen und zu verstauen. Next step, Krantermin organisieren. Ist ja auch schon fast November. Naja, einmal werde ich noch ablegen...wie jedes Jahr.
Sonntag, 2. September 2012
von Grau bis Blau
1. September. Irgendwie klingt das schon nach Herbst. Also keine Zeit verlieren und die letzen Sonnenstrahlen des scheidenden Sommers an Bord einfangen. Um 10 Uhr erreichen wir am Samstag unser Schiff. Von Sonnenstrahlen noch keine Spur. Dafür ein wenig einladender Grauschleier am Himmel. Kühl außerdem und ich habe nichtmal Socken mitgenommen... Also schnell zum Mittag übergehen, nachdem wir ein paar Stichlinge gekeschert haben. ;-) Nach entspannter Siesta während die Kids schlummern, setzen wir mit Barkasse Sylvia zum Alten Strom über. Dort ist Drachenfest und richtig was los. Die Kinder werden magisch vom Kinderkarussell angezogen und fünf Euro wechseln den Besitzer. Schnell weiter zur Eisdiele aber unterwegs kommen wir an einer Blockflöte nicht vorbei. Lilli untermalt nun lauthals den weiteren Spaziergang. Etliche Eiskugeln später gucken wir uns noch die Drachen am Strand an. Fix und foxi kehren wir an Bord zurück und die Kinder verschwinden bald in die Koje. Die Kuchenbude muss zu bleiben während wir an unserem Rotwein nippen. Die nasskalte Herbstluft lässt Grüßen. Der Sonntag startet dann spätsommerlich sonnig und es wird angenehm warm. Gegen Mittag bekommen wir Besuch von Heiko, Mara und Finn von der Yuendumu, die an diesem Wochenende ebenfalls ihr Schiff besuchen. Wir besorgen uns erstmal reichlich Bismarkbrötchen, Backfisch und Pommes um die hungrigen Mäuler zu stopfen. Dann geht es noch auf Schlauchboottour und später bei T-Shirt Wetter zum Spielplatz. Erst gegen 19 Uhr machen wir uns auf den Rückweg. War ein schönes "Urlaubswochenende".
Sonntag, 12. August 2012
Rolling Home ... über Fehmarn nach Rostock
So...wieder zuhause gelandet. Morgen beginnt der Alltag im Büro. War ein wellenreicher Rückweg. Nachdem wir ja am Mittwoch in Bagenkop eingeweht sind, hatte der Westwind am Donnerstag etwas an Kraft verloren, wenn auch nicht viel. Die Wellen draußen auf See waren immernoch beeindruckend. Davon konnte ich mir morgens vom Aussichtsturm aus ein gutes Bild machen. Im Hafen kam Aufbruchstimmung auf, da der Wind nur noch mit 6 Windstärken blies. Die Richtung war mit Nordwest günstig für eine schnelle Reise nach Fehmarn. Also Zähne zusammenbeißen, Kotzeimer im Cockpit stauen und ablegen. Nachdem wir durch die gut 2 Meter Brecher aus dem Hafen motort sind, rollten wir die Genua aus und gingen auf Kurs. Mit über 5 Knoten Fahrt waren wir zufrieden und die Wellen schräg von achtern waren angenehmer als noch am Tag zuvor. Das bekam auch meiner Crew - keine Seekrankheit. Später nahm der Wind noch etwas ab, so dass wir zusätzlich das Groß im 1. Reff setzen konnten. Mit über 6 Knoten ging es flott weiter. Nach fünfeinhalb Stunden konnten wir dann endlich in Orth auf Fehmarn längseits bei Yuendumu festmachen. Der Hafen gefällt uns gut. Ne echte Surferhochburg. Überall Leute in Neoprens und bunte Segel und Kites, dazu stehtiefe Buchten. Wieder mal bereue ich, dass mein Kitezeug auf dem Boot neben Lego und Windeln keinen Platz mehr gefunden hat. Verbringen noch einen angenehmen Abend mit Simon und Mirijam von der Yuendumu. Am nächsten Tag sollte es schon weiter auf den langen Schlag nach Rostock gehen. Nieselregen begrüßt uns am nächsten Morgen. Zum Glück klart es aber wieder etwas auf. Um 9:30 Uhr legen wir ab gefolgt von Yuendumu. Wir stellen uns entsprechend Wetterbericht auf eine angenehme wenn auch lange Überfahrt unter Segeln ein. Im Fehmarnbelt bläst es noch ganz ordentlich, so dass wir vor dem Wind schnell die Fehmarnsundbrücke hinter uns lassen. Um ordentlich Geschwindigkeit Richtung Ziel zu machen, setzen wir Genua und Groß im Schmetterling und baumen aus. Klappt zunächst gut und da der Wind zulegt, surfen wir bald mit 6,5 bis 7,5 Knoten die Wellen runter, die auf einmal ebenfalls stark zunehmen. Bald ist zuviel Druck im Rigg und wir Surfen mehr als wir segeln. Jeannette muss nach vorn, um den Baum auszuhaken, damit wir die Genua einrollen können. Ich steuere die Wellen aus. Nehmen auch das Groß weg. Yuendumu zieht vorbei. Wir folgen dann nur unter Genua, um direkt vor dem Wind weitersegeln zu können. Verlieren aber an Geschwindigkeit und fallen zurück, da der Wind leider wieder weniger wir. So kommen wir nicht mehr so gut über die Wellen. Eine eklige Dünung schaukelt uns unaufhörlich durch. Meine Mädels liegen mittlerweile alle seekrank unter Deck und verlangen nach baldigem Ankommen. Geschafft sind allerdings erst 25 von 45 Seemeilen. Das sind 4 Stunden bei 5 Knoten Fahrt. Diesen Schnitt schaffen wir mit der Genua nicht mehr. Mit dem Ausbaumer will ich auch nicht allein auf dem Vorschiff hantieren. Also starte ich den Motor uns gehe auf über 6 Knoten Fahrt. So kann ich die Wellen wieder besser absurfen und wir kommen schneller an. relativ... Die Strecke zieht sich elendig. Um 17:45 können wir endlich in Hohe Düne festmachen. Mit einem Schlag geht es auch den seekranken wieder besser. Der Hafen ist randvoll, da gerade dass Abschlusswochenende der Hansesail ist. Gucken noch bischen Schiffe und essen erstmal was. Die Kinder haben tüchtig Hunger. Sehen die Yuendumu noch einlaufen, die wir unterwegs überholt hatten. Den Samstag haben wir dann ruhig angehen lassen und unseren Urlaub ausklingen lassen. Abends dann noch in erster Reihe vom Boot aus das Feuerwerk angeschaut. Und schon ist die schöne Urlaubszeit vorbei. Hatten wirklich Glück mit dem Wetter und dass wir die Yuendumu getroffen haben. So hatten wir einen abwechslungsreichen Törn zusammen und die Kinder immer jemanden zum Spielen. Da die Yuendumu auch in Rostock liegt, werden wir uns bestimmt öfter mal sehen und vielleicht gehen wir ja nochmal zusammen auf Abenteuertörn mit Kindergeschrei... Bock drauf hätten wir jetzt schon wieder. Zunächst ruft aber das Büro...

