Mittwoch, 13. September 2017

Drei Länder Törn

Wer sich fragt, ob wir mangels eines richtigen Sommers gar nicht erst auf Törn gegangen sind, dem möchte ich an dieser Stelle einen kleinen Nachtrag liefern. Klar - wir waren 3 Wochen unterwegs auf der Ostsee. Auf der Suche nach dem Sommer hatten wir Ende August die Leinen los geworfen und den Bug zusammen mit unseren Freunden von der Yuendumu Richtung Norden gerichtet. Über Gedser in Dänemark verholten wir uns vor dem Wind nach Klintholm auf Møn. Die Sonne verwöhnte uns größtenteils, brachte jedoch kräftigen Wind. Klintholm hielt uns 6 Tage gefangen. Jede Menge Hafenkino. Von Dänemark segelten wir einen weiten Schlag vor dem Wind bis nach Skanör in Schweden. Verbrachten eine Nacht vor Anker und dann herrliche Sommertage im Hafen und am weißen Strand. Ja, wir haben den Sommer gefunden. Zumindest den Schwedischen. Nicht so heiß, aber ehrlich sonnig mit reichlich Entschleunigung. Nach einem Besuch in Malmö wurde es Zeit, den Rückweg zu planen. Richtung Südwesten segelten wir zurück nach Dänemark. Von Rødvig aus flogen wir bei Starkwind in den Bogøstrom bis Kalvehave. Dann bei totaler Flaute schob uns der Motor ins Smaland-Fahrwasser zur kleinen Insel Femø. Auch hier bestes Strand- und Grillwetter. Leider neigte sich die letzte Urlaubswoche viel zu schnell dem Ende zu. Es wurde Zeit in den Guldborgsund nach Nykøbing zu verholen. Dort besuchten wir noch das Mittelaltercenter. Der letzte lange Schlag brachte uns erschöpft und wohlbehalten zurück nach Hohe Düne. Was bleibt sind Erinnerungen an einen gelungenen Sommertörn im Sommer, der keiner war. Die Fotos beweisen-so schlimm war es gar nicht.











 









Sonntag, 28. Mai 2017

Himmelfahrtskommando 2017

Dezimiert auf einen Skipper und einen Matrosen sollte es dieses Jahr wieder zum Windsurf-Festival auf Fehmarn gehen. Genau daher bliesen jedoch am Vatertag 6 Windstärken. Erst am Freitag wagten wir es und bei immernoch 5-6 aus Richtung Ziel wurde es eine nicht enden wollende Bolzerei gegen Wind und Wellen. Aus 33 Meilen Luftlinie wurden 51 harte Meilen mit flauem Magen. Nach mehr als 9 Stunden dann die erste Mahlzeit vom Grill und ein kühles Pils. Die Welt war wieder in Ordnung.

Nach Surferparty, chillen am Strand und einen Blick in die Surfshops war es schon wieder Zeit an die Rückfahrt zu denken. Schon kurz nach halb Acht lösten wir die Leinen. Auf bestem Amwindkurs rauschten wir mit über 6 Knoten Warnemünde entgegen. Nur die letzten 9 Meilen musste der Motor ran. Flaute. Diesmal nur 36 Meilen in 6,5 Stunden. Bestes Sommerwetter empfängt uns. Doch noch ein gelungener Törn.

 
    

Montag, 24. April 2017

Vom Winde verweht

Da ist ordentlich Hackwind durchgezogen auf der Ostsee die Tage. Und auch heute zum Krantermin sind noch 25 bis 35 Knoten angesagt. Das sind bis 7 Windstärken in Böen. Dabei habe ich meine kleine Tochter im Gepäck. Sie wollte auch ma sehen wie das Boot vom Winterlager zum Sommerliegeplatz kommt. Mit Sommer hat das Wetter heute nichts zu tun. Grau, verregnet und stürmisch fühlt sich bei 8 Grad eher nach Herbst an. Wir fahren das Auto nach Hohe Düne und mit Fähre und S-Bahn zurück zum Winterlager. Dann auf dem Wasser retour und bei Hackwind von der Seite allein anlegen. Luna beobachtet und knabbert Salamis. Alles klappt und der große Regen hat und erst auf der Autobahn erwischt. Es wird Zeit für besseres Wetter.

 
    

Donnerstag, 20. April 2017

Weiße Flocken und blaue Farbe

Da habe ich gestern morgen nicht schlecht gestaunt. Dicke weiße Flocken werden aus grauen, zerfetzten Wolken gespuckt. Es schneit am 19. April. Passt zum April aber nicht zu meinem Plan, dass Unterwasserschiff zu streichen. Sonne war angesagt und bis 6 Grad immerhin. Zum Glück bessert sich das Wetter gegen Mittag als ich am Schiff mit der Arbeit beginne. Und Bewegung hält warm und hilft vielleicht gegen die Rückenschmerzen aus dem Büro. Nun sitze ich mit Muskelkater auf der Couch und hoffe auf einigermaßen ordentliches Wetter am Montag, wenn es am Kran zurück in die Ostsee geht. 

Hier noch ein paar Bilder vom Arbeitseinsatz:

 
   

Sonntag, 2. April 2017

Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt

Wir befinden uns auf der Uhr zumindest schon mal in der Sommerzeit. Die Tage werden länger und der Frühling zeigt aktuell, dass er die 20 Grad-Marke knacken kann. Höchste Zeit im Winterlager tätig zu werden. Nach Ostern soll es zurück ins Wasser gehen. Heute stand Polieren auf dem Plan. Bei tollem Wetter ging die Arbeit zu zweit gut von der Hand, auch wenn der Muskelkater heute grüßen lässt. Hier ein paar Fotos:

 
   

Dienstag, 1. November 2016

Der Winter steht vor der Tür

November steht auf dem Kalenderblatt. Unwillkürlich hat die Segelsaison ihr Ende gefunden. Der Winter steht vor der Tür. Im September und Oktober hatten wir noch sonnige Tage an Bord. Freunde waren zu Besuch und ein letzter Schlag unter Segeln führte zum Ankern und baden hinüber nach Markgrafenheide. Nun steht das Boot hoch und trocken im Winterlager. Hier noch ein paar Fotos vom Saisonausklang.

 
       

Montag, 15. August 2016

Zurückgeweht zur Hanse Sail

Nach ungewissen Sturmtagen auf Agerso, in denen ich im Kopf schon die Optionen für eine Rückfahrt mit Bus und Fähre durchgespielt habe, hat sich doch noch ein Wetterfenster geöffnet. Letzen Donnerstag hieß es dann bei sonnigem Wetter "Segel hoch, Reffen und durch". Immerhin lag unser Ziel, der Guldborgsund, genau auf Halbwindkurs. Mit Reff im Großsegel und voller Genua konnten wir 5-6 Knoten segeln und gut Strecke machen. Kurz hinter der Insel Veiro frischte es dann nochmal ordentlich auf von 5 auf 6 Beaufort. Das Vorsegel muss nun auch verkleinert werden und mit bis über 7 Knoten flogen wir am Limit dahin. Nach 39 Seemeilen machten wir in Nykobing fest.

Am nächsten Tag mussten wir trotz grauem, tristen Regenwetter weiter, denn nur am Freitag waren draußen auf der Ostsee 4-5 Windstärken und 1 Meter Welle vorhergesagt. Samstag dann schon wieder bis 7 Windstärken und 1,5 Meter Welle im Mittel. Also früh aufstehen. Um 9 Uhr passierten wir die geöffnete Kong Frederik Brücke und los ging es Richtung Heimat. Als wir hinter Gedser die offene Ostsee erreichten, wehten uns 5-6 Windstärken entgegen und mit Reff in Groß und Genua meisterten wir die 1-2 Meter Wellen hoch am Wind ganz gut. In der Kadettrinne herrschte viel Frachtverkehr und wir mussten einem Koloss auf Kolisionskurs ausweichen. Endlich sahen wir die ersten Segelschiffe der Hansesail und gegen 18 Uhr konnten wir in Hohe Düne festmachen. Geschafft. Nur Luna musste diesmal die Fische füttern kurz vor Warnemünde.

Dann konnten wir noch die Hansesail genießen und am Samstag interessierten uns der kreischende Wind nicht mehr besonders. Sah auch die "Eye of the Wind" vorbeisegeln, auf der ich vergangenen Oktober von Cadiz nach Lanzarote mitgesegelt bin. Das Feuerwerk am Abend war dann der krönende Abschluss für einen gelungenen Törn. Sonntag mussten wir leider Packen und wieder in Richtung Alltagstrott und Büro aufbrechen. Bis zum nächsten Mal die Leinen losgeworfen werden.