So geschafft, unser Schiffchen liegt in unserer Box im Yachthafen Hohe Düne und somit kann die Saison beginnen. Schon seit dem Antifoulingpinseln vor einer Woche bin ich gesundheitlich angeschlagen. Mal wieder die Nebenhöhlen. Wie ich es hasse. Wenigstens die Sonne schien am Freitag zum Krantermin auch wenn es mit 9 Grad und sechs Windstärken frisch war. Kurz vor 12 waren wir dann im Wasser und der Motor startete zuverlässig, sogar die Seewasserkühlung ließ mich nicht wie sonst schon oft nach dem Winter im Stich. Dann zog ich die Mütze tief ins Gesicht und die Kapuze über. Die Warnow runter und durch die Wellen rechts ab nach Hohe Düne. Trotz Wind saß der Rückwärtsanleger beim ersten Anlauf. Kurze zeit später habe ich mich ran gemacht und das Chaos unter Deck sortiert und geputzt...Sklavenarbeit. Abends beim nachlassenden Wind dann die Segel angeschlagen. Feierabend bei Pizza und Stralsunder Atlantic Ale. Die Nacht war schweinekalt, so dass der Heizlüfter anblieb. Morgens ging's dann weiter mit dem Putzen und anbauen. Mittags musste ich aber los, da Zuhause noch das Frühjahrsfeuer wartete. Volles Programm. Jetzt kommt noch ein weiterer Decksputztag auf uns zu, dann ist alles soweit vorbereitet, dass unsere kleinen Prinzessinnen alles wieder einsauen können. Und die Segel können wieder gesetzt werden. Nur meine Nebenhöhlenentzündung hält sich leider hartnäckig... :-(
Sonntag, 21. April 2013
Sonntag, 14. April 2013
Geschliffen und gestrichen
Statt die ersten waren Sonnenstrahlen des Frühlings im Liegestuhl zu genießen habe ich den Sonntag genutzt, um unser Boot endlich fertig zum Einwassern zu machen. Neun Stunden Plackerei unterm Schiff in Haltungen, die jedem Orthopäden die Tränen in die Augen treiben würden. Aber nun ist das Feierabendbier im Glas und das Unterwasserschiff strahlt dunkelblau. Nächsten Freitag soll es ins Wasser gehen. Wird ja auch Zeit, dass die Saison beginnt. Die mäusezerfressene Sprayhood ist übrigens repariert und das fällt gar nicht großartig auf. Jetzt muss nur noch das von der Schneeschmelze verdreckte Deck geschrubbt werden und innen aus dem Chaos wieder ein bewohnbarer Raum gemacht werden. Der Anfang ist gemacht. Und es kommen ja hoffentlich noch mehr sonnige Sonntag zum Arbeiten...;-)
Samstag, 16. März 2013
Angefressen
Schock. Als ich gestern in unserem Schuppen beiläufig unsere Sprayhood und Kuchenbude etwas anders hinlegen wollte, machte ich eine schreckliche Entdeckung. Ein Loch...nein, einige ausgefranste, hässliche Krater im schönen, teueren Material! Die kläglichen Überreste und ein paar Blätter und Krümel darum verstreut. Hier hat eine Maus die hundert Euro Stiefel angezogen und mit ihren Nagezähnen einen Rundumschlag gemacht. Grässlich. Die Bestandsaufnahme seht ihr auf den Fotos. Glück im Unglück - unsere Kuchenbude wurde zumindest verschont. Trotzdem ist die Todo-Liste nun um ein überflüssiges Projekt reicher und ich werde reichlich Lehrgeld dafür bezahlen. Nie wieder Textilien, Polster oder ähnliches im Schuppen lagern. Zwei Mausefallen habe ich trotzdem gekauft...
Samstag, 23. Februar 2013
Schneespaziergang an Deck
Heute haben wir endlich mal geschafft einen kleinen Ausflug nach Rostock zum Schiff zu machen. Auf dem Weg dorthin noch schnell einen Jollenkreuzer besichtigt. Keine Angst...ist für einen Freund von mir, der gerade mit dem Segeln startet und etwas für den Schweriner See sucht. Als wir an unserem Schiff ankommen, bläst uns ein steifer Wind eisig ins Gesicht. An Deck müsste man fast die Schneeschaufel schwingen. Noch deutet nichts auf die bevorstehende Saison hin. Unter Deck ist alles in Ordnung und so können wir beruhigt unseren Rostock-Ausflug fortsetzen. Beim nächsten Mal sind hoffentlich mindestens 10 Grad mehr und ein paar Sonnenstrahlen zur Motivation. Frühling, Du kannst jetzt rauskommen...
Sonntag, 17. Februar 2013
Wasserstandsmeldung
Mann, dieser Winter dauert gefühlt schon ewig. Und dieses auf und ab mit dem Wetter macht mich verrückt. Kalt - warm, Schnee - Matsch und Sonne gibt's nur in zehnminütiger Dosierung. Gut, dass auf dem Kalender bald schon März steht und damit der Klang von grünen Knospen und bunten Blüten mitschwingt. Höchste Zeit, wieder Geld und Zeit ins Boot zu stecken, damit die Saison rechtzeitig beginnen kann. Die Wunschliste für den Bootsausrüster steht und auch von Bord gibt's schon eine "Wasserstandsmeldung". Eigentlich wollte ich nur unseren Trinkwassertank überprüfen und abdichten lassen aber wenn man erstmal etwas "rausreißt", dann offenbart sich meist erst die komplette Baustelle. Fazit: Der alte Alutank hat es hinter sich und wenn man das Innere betrachtet, dann sind wir froh, unser Trinkwasser in der Vergangenheit schon aus Plastikflaschen zu uns genommen zu haben... Naja, ein paar hundert Euro später glänzt nun jedenfalls ein V4A Tank im Vorschiff und wird sich hoffentlich bald bezahlt machen. Die Sommerflottille mit der Yuendumu-Crew ist jedenfalls avisiert und nun steht zwischen uns und der Saison 2013 nur noch der scheidende Winter, Antifouling, Poliermittel und jede Menge Logistik und Schrubberei. Gehen wir es an...
Montag, 12. November 2012
Hoch und trocken
Mitte November, 6 Wochen bis Weihnachten und die ersten Frostnächte waren auch schon da. Höchste Zeit, die passive Zeit der Segelsaison in Angriff zu nehmen. Mit der letzten Aktion des Jahres. Überführungsfahrt ins Winterlager. Ein regenfreier Montag mit guten 8 Grad macht es etwas leichter, auch wenn der graue Hochnebel tief hängt und die Luft feucht ist. Auf der Ostsee bläst es böig und in die Hafeneinfahrt von Warnemünde schieben ordentliche Wellen. Ein letztes Mal durchschaukeln und dann geht es ruhig die Warnow hinauf. Die Kälte kriecht zwischen Ölzeug und Fleece, der Diesel nagelt. Dann geht alles recht schnell. Auskranen, Unterwasserschiff mit dem Hochdruckreiniger säubern und Motor einwintern. Ein Traktor zieht die Carpe Diem zum Stellplatz, Endstation für die nächsten Monate. Nun noch den Rumpf am Wasserpass schrubben...und räumen, packen, einladen. Kurz vor dem Dunkelwerden ist dann alles bereit für den Winter und ab geht's auf die Autobahn in Richtung Süden...;-) ...zumindest bis nach Hause. Von mir aus kann der Winter kommen.
Montag, 22. Oktober 2012
Abgetakelt im Nebel
Dicker Nebel. Nach dem spätsommerlich sonnigen Samstag mit T-Shirt Wetter nun dicke Suppe. So starte ich am Sonntag nach Rostock zum Schiff. Fast zwei Monate waren wir nicht da und nun steht das Saisonende unmittelbar vor der Tür. Arbeitseinsatz. Zwar kann man nicht von einem Warnowufer zum anderen gucken, aber dafür ist es windstill als ich an Bord steige. Stauräume und Schränke werden geleert und Beutel und Kisten füllen sich mit Lebensmitteln, Klamotten, Büchern und Bettzeug. Alle Jahre wieder. Die Segel abschlagen und zusammenlegen sowie Schlauchboot verstauen und Schoten aufschießen. So vergeht der Tag und schließlich belade ich jeden Kubikzentimeter im Auto. Tatsächlich passt fast alles rein und kurz nach Vier geht's wieder heimwärts. Um dann zuhause wieder alles auszuladen und zu verstauen. Next step, Krantermin organisieren. Ist ja auch schon fast November. Naja, einmal werde ich noch ablegen...wie jedes Jahr.

