...und dann ist es soweit. Krantermin. Endlich wieder zurück ins Wasser. Das Winterlager im Kielwasser lassen und in die Sommersaison starten. In 20 Tagen schon wollen wir ja auf Törn gehen. Elternzeit sei Dank für ganze 2 Monate. Und die To-Do-Liste ist noch lang. Eins nach dem Anderen...jetzt erstmal ins Wasser...der grobe Plan für morgen steht. ;-)
Montag, 9. Mai 2011
Montag, 2. Mai 2011
Der Countdown läuft...es geht voran.
Da jetzt schon Mai ist und bereits der April mit sommerlichen Temperaturen und viel Sonne glänzte, macht sich zunehmend Unruhe und ein schlechtes Gewissen breit. Noch immer steht der segelbare Untersatz hoch und trocken im Winterlager. Aber da Licht am Ende des Tunnels ist erkennbar und wird größer. Mit etwas Glück geht´s schon nächste Woche ins Wasser.Die ersten Schichten Gelshield sind drauf. Echolotgeber neu eingesetzt. Polster an Bord. Noch ein paar Anstriche trennen uns vom Krantermin...
Neuer Beschlag für Ausbaumer aus den USA eingetroffen ... endlich ohne einfallendes Vorsegel vor dem Wind segeln...
... immerhin ist unser Schiffchen nicht das Einzige, was noch an Land steht.
Dienstag, 12. April 2011
Polieren geht über studieren
So - endlich geht es voran. Der Frühling ist da, die Luft duftet nach Saisonstart und vor die unbeschwerten Eignerfreuden hat Gott erstmal die Arbeit gestellt. Also habe ich gestern Lappen, Schwämme und diverse Wundermittelchen an ihren Einsatzort gebracht und in die Hände gespuckt. Das Wetter hätte nicht besser sein können. Sonne satt, wenig Wind ... aber noch soooo viel zu tun. Der Winter hat an unserem Schiffchen jede Menge Spuren hinterlassen. Die gilt es nun so gut wie möglich zu beseitigen. Um halb 11 bin ich also auf mein Leiterchen gestiegen und habe mit Schwamm + Gelcoatcleaner den Rumpf gereinigt...womit ich erst 15:30 fertig war...soviel zu den Spuren des Winters. Dann kamen Nanopolitur, Lappen, Handtuch und Poliermaschine zum Einsatz...bis gegen 20 Uhr die Knochen schmerzten und die Außenhaut wieder in der Abendsonne glänzte.
Seelig ab auf die Autobahn und nach Hause ... soweit der Plan. Leider kam noch eine Vollsperrung auf der A20 dazwischen. Gut, dass ich an der Tanke noch ne Bockwurst mitgenommen hatte. Eine gute Stunde ging es nicht voran. So war ich erst 22 Uhr wieder daheim und schnell forderten die geschundenen Glieder ihren Tribut in Form von komatösem Tiefschlaf...Der Mai nähert sich nun mit großen Schritten. Jetzt fehlen noch Spachtelarbeiten, Loggengeber einbauen, laminieren, Osmoseschutz und Antifouling aufbringen ... dann sind wir einwasserungsbereit. Womit die Todo-Liste lange noch nicht zuende ist... aber das gehört eben auch zu einem Großteil der Eignerfreuden...
Samstag, 29. Januar 2011
Besuch im Winterschlaf
Mittwoch, 27. Oktober 2010
Neues Crewmitglied
Sonntag, 12. September 2010
Herbststimmung
Immerhin nutzen wir trotz Jeannettes bevorstehender Geburt noch ein schönes, sonniges Wochenende, um uns an Bord von der Saison zu verabschieden. Auch im Yachtclub steht Samstag Abend die Saisonabschiedsveranstaltung an. Alle Zeichen stehen also auf Saisonende. Daher nutzen wir das windstille Wetter, um unser Schiff schon mal abzutakeln und etliche Sachen von Bord ins Auto zu verladen. Gar nicht so einfach, wenn noch ein Kleinkind zwischendrin herumwuselt.
Jetzt werden wir uns erstmal zu Hause das Nest bauen und nach der Geburt steht für mich dann noch die Überführung ins Winterlager an. Dazu dann in Kürze mehr.
Sonntag, 15. August 2010
Sonniges Inselhopping
Rückblick: Ende Juli hatten wir bei heißem Sommerwetter die Leinen losgeworfen, um drei Wochen lang durch Dänemarks Inselwelt zu bummeln. Zunächst erreichten wir motorsegelnd Gedser. Leider steckte mir mal wieder eine Sinusitis in den Knochen. Gönnten uns daher einen Hafentag und spazierten mit Lilli durch die Natur, kühlten uns in der Ostsee ab und stellten fest, dass die unzähligen Brombeerhecken noch nicht erntereif waren.
Von Gedser aus motorten wir bei Flaute in den Guldborgsund nach Nykobing. Mit 5 Knoten "rasten" wir über die Flachstellen und riskierten nur ab und zu einen Blick auf das Echolot. Bis auf 0,80 m ging die Anzeige runter. Aber die vorausfahrenden Yachten machten uns Mut. Das wirklich tolle Sommerwetter macht meinem Kreislauf dafür umso mehr zu schaffen. Pralle Sonne ist halt nur begrenzt genesungsfördernd. Das kann einem den Urlaub schon verleiden.
Ich beiße die Zähne zusammen und weiter geht unsere Tour den Guldborgsund hinauf. Dann können endlich mal die Segel gesetzt und der Motor ausgemacht werden. Mit Halbwind rauschen wir die Südküste von Femo entlang. Meine Mädels schlafen unten, nachdem Lilli uns lange mit Übermüdungsgequengel genervt hatte. Von der sengenden Sonne erschöpft, machen wir im überfüllten Hafen von Femo fest. Das weltberühmte Jazz-Festival nahte und so blieb uns zunächt nur ein Liegeplatz im 3er Päckchen. Da mich die Sinusitis ziemlich niedergestreckt hatte, blieben wir zum auskurieren und entspannen ein paar Tage auf der Insel. Der Wind hat sowieso auf West (also entgegen unserer geplanten Route) gedreht und kräftig aufgedreht. Wir nutzen den Strand direkt am Hafen und spazierten mit Lilli in die Inselörtchen, um unsere Vorräte mit den frischen Köstlichkeiten der Hofläden anzureichern.
Hatten für die restlichen Tage auch einen Liegeplatz in einer Box. Davor hat sich dann täglich das Hafenbecken mehr gefüllt. Da die Frau vom Nachbarboot auch krank war und vom Hafenmeister zum Arzt gefahren werden sollte, entschied auch ich mich für professionelle Hilfe bei der Krankheitsbekämpfung. Beim Arzt bekam ich ein Antibiotikum, so dass es mit mir langsam wieder bergauf ging. Waren dann eine gute Woche auf Femo und haben uns entschieden, keine große Tour mehr zu machen. Lieber wollten wir die restlichen beiden Urlaubswochen entspannt angehen, noch ein oder zwei Inseln besuchen und dann gemächlich zurückbummeln. Mit einem 2,5 jährigen Kind an Bord ist so eine Törnplanung auch deutlich weniger belastend.
Besuchten dann noch die Nachbarinsel Fejo, wo wir ebenfalls eine Woche verweilten. Das Wetter entwickelte sich leider nicht zu unseren Gunsten, so dass wir tatsächlich mal unsere Regenjacken rausholen mussten. Auf Fejo machten wir Ausflüge mit dem kostenlosen Inselbus - ein Highlight für Lilli. Jeden Tag wanderten wir zum Kaufmannsladen und gönnten uns ein Eis. Außerdem kam zweimal ein Fischer in den Hafen und verkaufte herrlich frische Schollen zum Schnäppchenpreis. Ein Gedicht auf dem Teller.
Die Rückreise zum Guldborgsund ging besonders flott. Sieben Windstärken wehten uns unter Genua mit über 6 Knoten und kräftigen Drückern Richtung Heimat. Zurück in Nykobing lernten wir noch eine deutschen Pärchen vom Nachbarschiff kennen, das sogar mit zwei kleinen Mädchen unterwegs war. Wir tauschten uns aus und gaben den drei Prinzessinnen Gelegenheit zum gemeinsamen Toben. Dabei klemmte sich leider die kleine Johanna den Daumen in der Tür zum Vorschiff ihres Bootes, woran Lilli nicht ganz unschuldig war. Somit war der Abend vorschnell beendet und das Geschrei war groß.
Von Nykobing aus nutzen wir noch einen leicht verregneten Tag für einen Ausflug ins Mittelalter-Center auf der anderen Fjordseite. Dafür nutzen wir unser Schlauchboot. War eine schöne Tour und auch Lilli kam im mittelalterlichen Dorf mit Tieren und allerlei Musik und Spielchen auf ihre Kosten. Ein gelungener Tag.
Auf der weiteren Rückreise stoppten wir nochmals in Gedser. Dann ging es in einer schaukeligen Überfahrt mit leichtem Wind direkt von Achtern in Richtung Rostock. Die Dünung erlaubte kein ordentliches Segeln und so musste mal wieder der Motor ran, um uns schnell genug über die Wellenberge schieben zu können.
Pünktlich zum Start der Hansesail erreichten wir wieder Hohe Düne. Der Hafen war richtig voll. Wir luden uns noch Besuch ein und genossen auf der Hansesail die letzen Urlaubstage mit Großseglerbegleitfahrt und Feuerwerk.
Tja - und nun stehen die Zeichen schon wieder auf Saisonende und außerdem naht die Geburt unseres zweiten Kindes. Es bleibt spannend.
Hier nun ein paar Fotoeindrücke vom Törn:
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