Dienstag, 10. Mai 2011

One-Man-Show - vom Kran zum fahr´n

Man bin ich durch. Wie ein aufgeschlagenes Ei, das den ganzen Tag in der Pfanne geschmort hat. Extra Fleecepulli und Windjacke mitgehabt und dann den ganzen Tag in T-Shirt und Shorts verbracht. So kann das Wetter die nächsten Monate bleiben. Jedenfalls schwimmt die Carpe Diem jetzt wieder in ihrem Element. Hat alles gut geklappt. Motor gleich angesprungen, Ablegen bei Seitenwind allein gemeistert. Eine Stunde die Warnowmündung runtermotort, vorbei an der Aida Sol kurz die Nase auf die offene Ostsee gesteckt, nach Hohe Düne eingebogen und sicher am Liegeplatz festgemacht. Dann neue Wasserpumpe eingebaut, aufgeräumt, alle Segel und Leinen wieder angeschlagen...und schon war es nach 19 Uhr. Der Putzmarathon muss vertagt werden. Mann ist dass Deck dreckig...ein Winter im Freilager + reichlich Pollenflug ohne Regen = ein Haufen Arbeit. Dazu dann am Wochenende. Jetzt erstmal ein Gläschen Belohnungsrosé und dann ab in die Koje.

...in den Guten...noch schnell die Pallstellen gemalert und die Motorschraube abgeschliffen...

...der feierliche Moment...ab in Wasser.


Die Aida Sol wird passiert, gegen Abend legt sie dann unter lautem Schiffshornkonzert ab - ein Vorgeschmack auf die Kreuzfahrtsaison aber wir sind ja bald unterwegs :-)

Montag, 9. Mai 2011

Noch einmal schlafen...

...und dann ist es soweit. Krantermin. Endlich wieder zurück ins Wasser. Das Winterlager im Kielwasser lassen und in die Sommersaison starten. In 20 Tagen schon wollen wir ja auf Törn gehen. Elternzeit sei Dank für ganze 2 Monate. Und die To-Do-Liste ist noch lang. Eins nach dem Anderen...jetzt erstmal ins Wasser...der grobe Plan für morgen steht. ;-)



Montag, 2. Mai 2011

Der Countdown läuft...es geht voran.

Da jetzt schon Mai ist und bereits der April mit sommerlichen Temperaturen und viel Sonne glänzte, macht sich zunehmend Unruhe und ein schlechtes Gewissen breit. Noch immer steht der segelbare Untersatz hoch und trocken im Winterlager. Aber da Licht am Ende des Tunnels ist erkennbar und wird größer. Mit etwas Glück geht´s schon nächste Woche ins Wasser.

Die ersten Schichten Gelshield sind drauf. Echolotgeber neu eingesetzt. Polster an Bord. Noch ein paar Anstriche trennen uns vom Krantermin...

Noch mausgrau ... bald tiefblau...

Der Echolotgeber wurde neu eingesetzt u. laminiert.

Neuer Beschlag für Ausbaumer aus den USA eingetroffen ... endlich ohne einfallendes Vorsegel vor dem Wind segeln...

... immerhin ist unser Schiffchen nicht das Einzige, was noch an Land steht.

Dienstag, 12. April 2011

Polieren geht über studieren

So - endlich geht es voran. Der Frühling ist da, die Luft duftet nach Saisonstart und vor die unbeschwerten Eignerfreuden hat Gott erstmal die Arbeit gestellt. Also habe ich gestern Lappen, Schwämme und diverse Wundermittelchen an ihren Einsatzort gebracht und in die Hände gespuckt. Das Wetter hätte nicht besser sein können. Sonne satt, wenig Wind ... aber noch soooo viel zu tun. Der Winter hat an unserem Schiffchen jede Menge Spuren hinterlassen. Die gilt es nun so gut wie möglich zu beseitigen. Um halb 11 bin ich also auf mein Leiterchen gestiegen und habe mit Schwamm + Gelcoatcleaner den Rumpf gereinigt...womit ich erst 15:30 fertig war...soviel zu den Spuren des Winters. Dann kamen Nanopolitur, Lappen, Handtuch und Poliermaschine zum Einsatz...bis gegen 20 Uhr die Knochen schmerzten und die Außenhaut wieder in der Abendsonne glänzte.

Seelig ab auf die Autobahn und nach Hause ... soweit der Plan. Leider kam noch eine Vollsperrung auf der A20 dazwischen. Gut, dass ich an der Tanke noch ne Bockwurst mitgenommen hatte. Eine gute Stunde ging es nicht voran. So war ich erst 22 Uhr wieder daheim und schnell forderten die geschundenen Glieder ihren Tribut in Form von komatösem Tiefschlaf...Der Mai nähert sich nun mit großen Schritten. Jetzt fehlen noch Spachtelarbeiten, Loggengeber einbauen, laminieren, Osmoseschutz und Antifouling aufbringen ... dann sind wir einwasserungsbereit. Womit die Todo-Liste lange noch nicht zuende ist... aber das gehört eben auch zu einem Großteil der Eignerfreuden...

Samstag, 29. Januar 2011

Besuch im Winterschlaf

Bei strahlendem Sonnenschein und frostigen Temperaturen haben wir es endlich mal geschafft unser Schiffchen während des langen Winterschlafs zu besuchen. Die Sorge war umsonst - der strenge Winter scheint bis jetzt keine allzu großen Spuren hinterlassen zu haben. Außer einem Überzug aus Eiskristallen und steif gefrorenen Fallen. Schnell noch den gesammelten Eimer Feuchtigkeit aus der Kajüte ausgekippt und einen neuen Sack zum entfeuchten angebracht. Schon kann der Winterschlaf weitergehen. Das Unterwasserschiff wirkt ungewohnt, so ganz ohne Farbauftrag - alles runtergeschliffen. Da wartet nun noch Einiges an Arbeit, bis es wieder los gehen kann. Aber bis dahin sind es ja auch noch 2 - 3 Monate ... gar nicht mehr so lange hin.

Lilli hat der Ausflug auch gefallen - endlich konnte Sie mal sehen, wo das Boot im Winter eigentlich ist. Sie hat schon oft gefragt, wann wir denn wieder hin fahren. Sind dann noch nach Warnemünde an den Strand gefahren und haben ein paar Sonnenstrahlen aufgesogen...hoffentlich nicht die letzten bis zum Frühling.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Neues Crewmitglied

Am 08.10.2010 um 18:22 Uhr war es termingerecht soweit. Luna hat das Licht der Welt erblickt und wird von nun an unsere Carpe Diem Crew verstärken. Mal sehen was die Formel 1 Skipper + 3 Mädels in Zukunft für Herausforderungen bereithält. Die ersten Wochen daheim sind jedenfalls kein Zuckerschlecken. Eher ein zusätzlicher Fulltime-Job. Jetzt heißt es Zähne zusammenbeißen, Schoten dicht und volle Fahrt voraus! In Kürze geht es nun erstmal ins Winterlager.

Sonntag, 12. September 2010

Herbststimmung

Innerhalb weniger Tage ist unser Spätsommerfeeling nun der Herbststimmung gewichen. Unübersehbar sind die Zeichen. Die Luft riecht anders, die Sonnenstrahlen verlieren ihre Kraft und die Gedanken schweifen mehr ins Winterlager als hinaus auf See.

Immerhin nutzen wir trotz Jeannettes bevorstehender Geburt noch ein schönes, sonniges Wochenende, um uns an Bord von der Saison zu verabschieden. Auch im Yachtclub steht Samstag Abend die Saisonabschiedsveranstaltung an. Alle Zeichen stehen also auf Saisonende. Daher nutzen wir das windstille Wetter, um unser Schiff schon mal abzutakeln und etliche Sachen von Bord ins Auto zu verladen. Gar nicht so einfach, wenn noch ein Kleinkind zwischendrin herumwuselt.

Jetzt werden wir uns erstmal zu Hause das Nest bauen und nach der Geburt steht für mich dann noch die Überführung ins Winterlager an. Dazu dann in Kürze mehr.