Donnerstag, 4. Juli 2013

Abendstimmung im Guldborgsund

Um kurz nach 12 haben wir heute Gedser bei frischem Wind aus WSW verlassen. Unter Vollzeug rauschten wir hoch am Wind in den Eingang zum Guldborgsund. Bis zu 7 Knoten standen auf dem Speedo. Erst weit im Sund als das Fahrwasser eng und die Strömung stark wurde, schob uns der Motor die letzten Meilen bis zum Ziel. Gutes Timing - an der Brücke mussten wir nur 5 Minuten auf die Öffnung warten. Nun liegen wir in Nykøbing am Außenkai im Sund und haben freien Blick auf den Sonnenuntergang. Die Kinder geduscht, etliche Eiskugeln intus und das Abendessen duftet aus dem Niedergang. Morgen geht's weiter nach Femø.

Mittwoch, 3. Juli 2013

In Dänemark

Gestern haben wir bei Sonnenschein und 4 Windstärken aus WNW Deutschland das Heck gezeigt und sind nach Gedser gesegelt. Naja, zumindest für 8 Seemeilen. Leider blieb der angesagte Südwest aus und ein Anliegerkurs war nicht möglich. Also musste der Motor mithelfen. Hoch am Wind brachten wir den großen Rest der Strecke hinter uns. Luna vertrug die Wellen nicht so recht und fütterte die Fische. In Gedser haben wir erstmal den Kindern Auslauf auf dem Spielplatz gegeben. Unser Flottillenpartner, die Yuendumu, lief erst 3 Stunden später ein. In der Abendsonne grillten wir gemeinsam und die Kinderschar spielte bis in den Sonnenuntergang. So kann es bleiben. Heute ist es bedeckt aber warm und die Sonne soll sich in den kommenden Tagen noch öfter zeigen.

Montag, 27. Mai 2013

Pfingsten mit den Eisheiligen

Das schon recht durchwachsene Pfingstwochenende hatten wir vergangene Woche noch verlängert, um gemeinsam mit den Kinder etwas Zeit an Bord zu verbringen. Das hat auch prima geklappt. Nur das rausgehen oder gar auslaufen fiel gehörig ins Wasser. Wasser von unten und von oben noch mehr. Wobei es gefühlt zwischendurch auch von der Seite kam. Mecklenburger Durchschnittsfrühling sagen die einen und andere schoben es auf die verspäteten Eisheiligen. Tatsächlich war es tagsüber teilweise lediglich 8 Grad kalt. Vermummt vertraten wir uns die Beine und die Heizlüfter unter Deck waren im Dauereinsatz. Die Kinder hat es nicht gestört. Wurden ja von Mama und Papa bespaßt und Biene Maja war auf dem USB-Stick auch mit an Bord geflogen. Zumindest das Pfingstwocheneende konnten wir für einen Kurztörn nach Rostock Gehlsdorf nutzen, um die Yuendumu-Crew zu besuchen. So hatten die Kinder Spielkameraden und wir Leidensgenossen. War trotzdem schön und zum Glück funktioniert mein Cobb-Grill auch Prima an Bord unter der Kuchenbude. Die war im Dauerhärtetest. Selbst für die Motorfahrt von und nach Hohe Düne blieb sie aufgebaut. Regenschutz. Ein paar Highlights wie ein Bummel durch Warnemünde oder ein Besuch des überdachten Kindertobelandes hoben die Stimmung und zum Abschluss gabs am Samstag noch die offizielle Saisoneröffnungsfeier des Yachtclubs Hohe Düne mit Musik und Grillbüffet. Draußen natürlich Regen. Der Wahrscheinlichkeit nach müsste es dann ja im Juli bestes Törnwetter geben, wenn der Sommerurlaub ansteht. Wir drücken die Daumen und hoffen auf eine baldige Hochdruckbrücke.

Hier noch ein paar der wenigen Fotos, die während der Regenpausen entstanden sind...








Sonntag, 12. Mai 2013

Herrentagswochenende

Vier freie Tage, vier Freunde und ein Segelboot. Mehr brauchte es nicht, um dem Alltag für ein kleines Abenteuer den Rücken zu kehren. Lange schon hatten wir geplant, uns mal für ein paar Tage loszueisen. Nun zum Herrentag war es passender Weise soweit. Also trafen wir uns Mittwoch Abend am Schiff und weil der Grill erst nach 21 Uhr an ging und wir uns lange nicht gesehen hatten, wurde es ein langer Abend. Den Herrentag wollten wir gleich für den Törnstart nutzen, aber als wir Mittags auslaufbereit waren, streikte der Motor. Kein gutes Zeichen für ein schwachwindiges Wochenende. Scheinbar Luft in der Dieselleitung. Das Entlüften des Kraftstofffilters brachte auch nichts. Schließlich fand der Mechaniker, den ich herbeigerufen hatte, die Ursache. Der Motor lief wieder. Ab legten wir dann aber erst um 16 Uhr. Schnell noch vollgetankt und anschließend motorten wir durch die Flaute in Richtung Gedser. Noch vor Einbruch der Dunkelheit legten wir dort an. Unterwegs besuchte uns sogar ein Schweinswal. Angekommen in Dänemark. Am nächsten Tag segelten wir bei Sonnenschein auf Halbwindkurs ins idyllische Nysted. Samstag dann bei diesigem, dunklen Wetter stand die Rücktour an. Vorbei am Windpark segelten wir ein paar Meilen. Der schwache Gegenwind verabschiedete sich aber wieder und so zog uns die eiserne Genua durch die bleierne See zurück nach Rostock. Erneut besuchten uns Schweinswale. Ein echtes Highlight, wenn auch Kamerascheu. Nachmittags waren wir dann wieder in Hohe Düne. Rechtzeitig um nochmal den Grill anzuschmeißen. Wieder wurde der Abend lang und nachdem wir heute noch Klarschiff gemacht haben, war das Wochenende auch schon wieder um. Eine schöne Tour war es, wenn auch weitestgehend ohne Wind und Wellen. Nächstes Jahr wird das sicher anders.

Sonntag, 5. Mai 2013

Ready to go

So, dass wäre geschafft. Bei dem herrlich sonnigen Maiwetter hat uns dieses Wochenende das Putzen an Bord halbwegs Spaß gemacht. Die Kinder vorsorglich bei ihren Großeltern untergebracht, hielt uns nichts von unserem Vorhaben ab. Also klar bei Schrubber und Lappen und Wasser Marsch... Unter Deck das Holz geölt, an Deck den Winterdreck beseitigt. Samstag Abend um Acht hieß es dann Feierabend und Pizza in den Ofen. Bekamen sogar noch Besuch eines Bekannten von einem Nachbarboot. Beim Bierchen erfuhren wir dann aus erster Hand allerlei aberwitzige Berichte von seinem Auslandseinsatz in Ostafrika. Die Nacht an Bord war dank Heizlüfter nicht zu kalt. Nur unsere Kopfkissen hatten wir zuhause vergessen. So schliefen wir weniger gut und Punkt sieben Uhr wurden wir von der einlaufenden "Queen Elisabeth" geweckt. Auf der Mole standen allerhand Schaulustige, obwohl das Schiff nun wirklich nicht größer als eine Aida ist. Wir drehten uns lieber nochmal um, wenn die Kinder einen schon nicht zum Aufstehen zwingen. Bis heute Mittag haben wir dann noch weiter gewerkelt, bevor es wieder zurück Richtung Schwerin zu den Kindern ging. Auf jeden Fall ein erfolgreiches Wochenende. Dem Herrentagstörn steht nun nichts im Wege, wenn das Wetter uns keinen Streich spielt. Die Carpe Diem ist jedenfalls "ready to go".

ordnen, ölen, wischen


putzen, schrubben, feudeln


neues Radio

endlich Ordnung und Sauberkeit

ready to go

Sonntag, 21. April 2013

Im Wasser

So geschafft, unser Schiffchen liegt in unserer Box im Yachthafen Hohe Düne und somit kann die Saison beginnen. Schon seit dem Antifoulingpinseln vor einer Woche bin ich gesundheitlich angeschlagen. Mal wieder die Nebenhöhlen. Wie ich es hasse. Wenigstens die Sonne schien am Freitag zum Krantermin auch wenn es mit 9 Grad und sechs Windstärken frisch war. Kurz vor 12 waren wir dann im Wasser und der Motor startete zuverlässig, sogar die Seewasserkühlung ließ mich nicht wie sonst schon oft nach dem Winter im Stich. Dann zog ich die Mütze tief ins Gesicht und die Kapuze über. Die Warnow runter und durch die Wellen rechts ab nach Hohe Düne. Trotz Wind saß der Rückwärtsanleger beim ersten Anlauf. Kurze zeit später habe ich mich ran gemacht und das Chaos unter Deck sortiert und geputzt...Sklavenarbeit. Abends beim nachlassenden Wind dann die Segel angeschlagen. Feierabend bei Pizza und Stralsunder Atlantic Ale. Die Nacht war schweinekalt, so dass der Heizlüfter anblieb. Morgens ging's dann weiter mit dem Putzen und anbauen. Mittags musste ich aber los, da Zuhause noch das Frühjahrsfeuer wartete. Volles Programm. Jetzt kommt noch ein weiterer Decksputztag auf uns zu, dann ist alles soweit vorbereitet, dass unsere kleinen Prinzessinnen alles wieder einsauen können. Und die Segel können wieder gesetzt werden. Nur meine Nebenhöhlenentzündung hält sich leider hartnäckig... :-(

Sonntag, 14. April 2013

Geschliffen und gestrichen

Statt die ersten waren Sonnenstrahlen des Frühlings im Liegestuhl zu genießen habe ich den Sonntag genutzt, um unser Boot endlich fertig zum Einwassern zu machen. Neun Stunden Plackerei unterm Schiff in Haltungen, die jedem Orthopäden die Tränen in die Augen treiben würden. Aber nun ist das Feierabendbier im Glas und das Unterwasserschiff strahlt dunkelblau. Nächsten Freitag soll es ins Wasser gehen. Wird ja auch Zeit, dass die Saison beginnt. Die mäusezerfressene Sprayhood ist übrigens repariert und das fällt gar nicht großartig auf. Jetzt muss nur noch das von der Schneeschmelze verdreckte Deck geschrubbt werden und innen aus dem Chaos wieder ein bewohnbarer Raum gemacht werden. Der Anfang ist gemacht. Und es kommen ja hoffentlich noch mehr sonnige Sonntag zum Arbeiten...;-)