Mittwoch, 9. Juli 2014

Windiger Rückweg

Liegen seit Montag Abend in Nykøbing fest. Es stürmt aus Ost. Schon der Ritt von Karresbaekminde geriet sehr windig. Hart am Wind mit Reff im Groß bolzten wir gegen eine unangenehm steile Meterwelle an, so dass bei 6 Beaufort weißes Wasser über Deck geflogen kam. Lilli musste wieder die Fische füttern und die Moral der Frauen an Bord auf dem Tiefpunkt. Beim Einbiegen in Richtung Guldborgsund ging es dann mit halben Wind flott voran und auch die Wellen liefen angenehmer. Als wir dann gegen halb 6 in Nykøbing festmachten, hatten wir 34 Seemeilen im Kielwasser.

Entgegen der Vorhersage gab es hier nur in der Nacht etwas Regen. Dafür ist es nun sonnig, schwülwarm und bläst aus allen Rohren. Ostwind mit 7 Windstärken. Sieht ganz so aus, als wenn wir hier erst Freitag weiterkommen und dann vielleicht an Gedser vorbei direkt nach Warnemünde rübersegeln. Mal schauen, was dort über die Tage für eine Welle steht. So richtig abnehmen soll der Wind wohl erst ab Samstag. Also wird der Urlaubsabschluss sicher nochmal mit Geschaukel verbunden sein. Zumindest die Sonne scheint und die Windrichtung stimmt.

Bis dahin vertreiben wir uns die Zeit in der Stadt mit Eisessen und abends beim Fußball. gestern das 7:1 Halbfinale hier im Clubraum mit ein paar Holländern und Franzosen verfolgt. Mal sehen ob die Holländer heute Abend das Finalticket lösen.

Hier noch ein paar Fotos vom Schlauchbootausflug mit Badestop in Karresbaekminde:

Als Kontrastprogramm der Strand am Liegeplatz...

Und fertig zur schaukeligen Überfahrt nach Nykøbing...

Und hier ein paar Bilder von unserem derzeitigen Liegeplatz...

Samstag, 5. Juli 2014

Sonne, Strand, Stadt und Gewitter

Bei flauem Wind haben wir uns nach Karrebaeksminde verholt, einen Badeort vor den Toren von Naestved. Unterwegs ein paar erfolglose Angel- und Segelversuche. Der Motor musste fast die ganzen 19 Seemeilen ran. Dazu brannte die Sonne hochsommerlich. Hier im Yachthafen direkt vor der Klappbrücke Richtung Naestved liegen wir direkt an der Südmole mit Blick auf den gut besuchten Badestrand und auf den Kanal Richtung Brücke. Immer was zu sehen.

Leider hat sich Lilli eine Blasenentzündung eingefangen und kann nicht baden. Heute sind wir deswegen in Naestved im Krankenhaus gewesen, da es ohne Antibiotilkum nicht besser wurde. Dazu ist es sehr schwül mit 30 Grad gewesen. Und der Bus zurück proppenvoll. Sonst gefällt es uns hier ganz gut. Müsste mir gestern im Hafen gegenüber einen Bojenplatz für 100 Kronen anmieten, da es auf der Quittung den WLAN-Schlüssel gab. Das Wlan empfängt man bei uns prima und wir wollten ja das Viertelfinale gegen Frankreich sehen. Hat auch geklappt und gewonnen haben wir ja wenigstens. Eben haben wir an Bord lecker gegrillt. Sind gerade noch fertig geworden, bevor die Böenwalze des herannahenden Gewitters uns erreichte. War aber nur ein kurzes Intermezzo. Jetzt versuchen wir die Kinder zum Schlafen zu bewegen. Echt schwer und langwierig...

Hier noch Fotos von unserer Fahrradtour auf Agersø zur Südspitze:

Und hier danach:

Mittwoch, 2. Juli 2014

Hart am Wind nach Agersø

Alle fahr'n nach Malle, ich sag "och nö"... ich setz die Segel nach Agersø...
Trotzdem sich gestern beim Ablegen auf Femø noch eine Wolke überein uns ausgequetscht hat, haben wir die Segel gesetzt, um eine unserer Lieblingsinseln anzusteuern - Agersø. Lilli hatte Mühe, sich von ihrer neu gewonnenen, dänischen Kescherfreundin zu verabschieden. Hatten sich auf englisch und mit Händen und Füßen verständigt. Zu erwähnen wäre auch noch, dass Luna beim Keschern ins Hafenbecken gefallen ist. Wie ein Maikäfer auf dem Rücken trieb sie mit der Schwimmweste gerade soweit ab, dass nur noch ein Bootshaken den Sprung hinterher abwendete. Sie nahm es eigentlich ganz locker. Ist halt ne Wasserratte und hat sicher draus gelernt.

Zurück zur Überfahrt. Unter vollen Segeln legten wir uns kräftig auf die Backe und schon bald zog das Seitendeck durchs Wasser. Wo waren die angesagten 4 Windstärken? Ein Reff musste ins Großsegel, während die Kinder im Vorschiff auf dem MacBook noch einen Meerjungfrauenfilm schauten. Es kam etwas Ruhe ins Schiff aber auf Höhe der Privatinsel Veirø briste es weiter auf und die Welle knackte die Metermarke. Volle 6-7 Windstärken wurden es. Zum Glück auf Anliegerkurs mit über 6 Knoten Geschwindigkeit. Trotzdem wir unser Beiboot hinterherschleppten. Als die Kinder an Deck kamen schaute ihnen die Seekrankheit aus den Augen. Lilli fütterte die Fische und insgesamt litt die Moral der weiblichen Besatzung beträchtlich. Zeit zum Ankommen. Aber immernoch fast 2 Stunden Gebolze vor dem Bug. Die Genua war auch schon halb weggerollt. Kurz vor dem Hafen dann noch ein ordentlicher Regenguss mit Schauerböen.

Nun liegen wir hier sehr idyllisch im letzen Winkel des Hafens und vertreiben uns die Zeit mit Baden, Fahrrad fahren oder spazieren durch das Inseldorf. Heute morgen habe ich dem einlaufenden Fischer einen kapitalen Dorsch abgekauft. Vorhin gab es dann Dorschfilet satt. Und nicht eine Gräte drin (Eigenlob). Nun treten wir langsam den Rückweg an, denn die große Südseerunde schaffen wir diesmal nicht entspannt. Die Moral ist brüchig. Von der Überfahrt gibts mal wieder keine Actionfotos. Hier aber trotzdem ein paar Eindrücke von Agersø...

Samstag, 28. Juni 2014

Durchs Gewitter nach Femø

So. Nass aber angekommen. Da hat uns das Gewitter auf dem Weg nach Femø ganz gut erwischt. Aber der Reihe nach. Gestern morgen haben wir die Yuendumu-Crew verabschiedet. Leider haben sie diesmal nur eine Woche Zeit und müssen zurück. Die Kinder trennen sich schweren Herzens von ihren Spielgefährten. Wir lassen uns vom schwachen Südwest mit 1-2 Knoten Richtung Guldborgsund schieben. Versuche mich mit Angelversuchen bei 5-6 m Wassertiefe. Ohne Erfolg. Die Sonne brennt. Unter Motor geht es dann durch den Sund nach Nykøbing.

Dort machen wir einen Stadtbummel und füllen unsere Vorräte im örtlichen Lidl auf. Heute ging es dann durch den Rest des Sundes bei bewölktem Himmel. Der Wind ist am Ausgang direkt gegen uns. Motorsegeln etwas Höhe und Segeln um eine Sandbank, während vor uns eine schwarze Wolkenwand aufzieht. Als es blitzt bergen wir die Segel. Motor und Autopilot an. Dann Schutz suchen unter der Sprayhood, um nicht zu durchnässen. Fanden dann in Femø einen schönen Platz mit direktem Strandzugang. Die Sonne kam auch wieder raus. Nun schauen wir über WLAN das erste Achtelfinale. Brasilien gegen Chile, derzeit 1:1...

Hier noch ein paar Fotoeindrücke von unterwegs...

Mittwoch, 25. Juni 2014

Sommer, Sonne, Dänemark

Endlich ein Tag aus dem Segelbilderbuch. Sonne satt und auf Amwindkurs ohne nennenswerte Welle nach Dänemark rüber. Nachdem wir die letzten Tage bei Starkwind und Hackwelle im Heimathafen gefangen waren, sind wir nun doch losgekommen. Nun erstmal den Grill anheizen....

Dienstag, 10. Juni 2014

Pfingsten mit Hitze, Blitz und Grillgenuss

So schmeckt der Sommer. Hoffentlich auch noch in gut zwei Wochen, wenn es auf Sommertörns geht. Für Pfingsten war es jedenfalls eine Top-Bilanz. Langes Wochenende. Drei Mal gegrillt, an zwei Tagen in der 16 Grad kalten Ostsee gebadet und ein Mal rausgefahren und 10 Seemeilen abgerissen. Gechilled, gegrillt und Schlauchboot gefahren. Den Kids hat es auch gefallen. Wollten gar nicht mehr von Bord. Also hoffe ich auch Hochdruck-Konstanz für die nächsten Wochen, damit auch im Urlaub Flipflops und Strohhut zu meinen treuen Begleitern werden. Drückt die Daumen! Hier ein paar Fotoeindrücke...

Sonntag, 1. Juni 2014

Himmelfahrtskommando

Herrentagstörn die Zweite. Himmelfahrt lockte ein paar Freunde von mir nun schon zum zweiten Mal für ein verlängertes Wochenende auf unser Schiff. Trotz kühler Temperaturen und abklingendem Oststurm reisten wir Mittwoch Abend an. Es gibt ja Heizlüfter. Am Herrentag sieht es dann auch schon freundlicher aus. Also legen wir bei noch frischem Nordost nach Fehmarn ab. Draußen steht noch eine ordentliche Welle, die uns von der Seite durchschaukelt und unsere Mägen von der Lust nach kulinarischen Kurzweiligkeiten abhält. Dafür können wir auf Halbwindkurs mit teilweise über 7 Knoten Fehmarn entgegen rauschen. Nur die letzten 10 Meilen muss der Motor ran. Zwischendurch gibts Reggea-Musik und Beach House aus meiner Bluetooth-Box. Da kommt fast Sommerfeeling auf.

Unseren Aufenthalt in Burgtiefe nutzen wir zum entschleunigen, Grillen, Café-Besuche und wir schauen uns in Burg um. Ein bisschen ärgern wir uns, dass unsere Surfausrüstung keinen Platz an Bord hatte. So können wir den Kitern und Windsurfern nur zuschauen, denn entgegen der Wettervorhersage kachelt es am Freitag ganz ordentlich aus Nordwest. Dazu Sonne satt. Am Samstag nutzen wir den frischen Westwind für die Rückfahrt nach Hohe Düne. Zunächst geht es vor dem Wind unter Genua bei 5-6 Knoten ganz gut voran. Später muss die Genua mit ran und wir rollen unter Schmetterling ausgebaumt Rostock entgegen. Die Dünungswellen sind noch beachtlich und bringen uns fast ins Gleiten. Naja nicht wirklich. Als der Wind weiter abnimmt, muss doch der Motor die letzen 15 Meilen schieben. Dabei werden wir noch kräftig durchgeschaukelt. Nach 7 Stunden sind wir dann wieder im Heimathafen zurück und lassen den Törn natürlich beim gemeinsamen Grillen ausklingen. Ein wirklich gelungenes Himmelfahrtskommando. To be continued.